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Jungunternehmerpraktikum

Max

Bild: Benjamin Braun, Susanne Braun, Maximilian Helmer, Georg Braun (von links)

 

Jungunternehmer-Praktikum bei der Firma Braun in Weiding

Vom 30.6 – 4.7.2014 von Maximilian Helmer, Ernst Müller GmbH aus Windsbach

Nachdem ich im Herbst 2013 den Meister im Schreinderhandwerk machte, habe ich im Anschluss daran die Prüfung zum Betriebswirt des Handwerkes mit Erfolg bestanden.

Seit dem Frühjahr 2014 bin ich in unserem Familienunternehmen in Windsbach tätig.

Die Ernst Müller GmbH produziert Fenster und Haustüren aus Aluminium und Kunststoff sowie Rollläden und Sonnenschutzprodukte, welche wir überwiegend an Endkunden in der Metropolregion Nürnberg verkaufen.

Am Montag begrüßte mich die Familie Braun nach meiner Anreise recht herzlich und freute sich sehr, dass ich ein Jungunternehmerpraktikum bei der Firma Rolladen Braun OHG in Weiding mache.

Nach der Begrüßung stellte mir Georg Braun die Firma und die Kollegen vor, im Anschluss führte mich Susanne Braun durch die große Ausstellung, die Büroräume, die Fertigung mit Lager und Logistikhalle sowie die Braun Arena, in der regelmäßig Veranstaltungen statt finden.

Danach erklärte mir Susanne die Abläufe im Büro und stellte mir die Software vor, mit welcher alle kaufmännischen Aufgaben sowie die Arbeitsvorbereitung innerhalb der Firma erledigt werden. Des Weiteren zeigte Sie mir das Programm, mit dem alle Prospekte, Zeitungannoncen und Werbemittel designt werden sowie die Firmeninternetseite gepflegt wird.

Am Nachmittag schaute ich den Kollegen bei der Arbeitsvorbereitung über die Schulter. Wir gaben die Fensterfertigmaße in das Fensterbauprogramm ein und konfigurierten so Produktions- und Zuschnittprogramme. Des Weiteren bestellten wir die Gläser und Füllungen. Danach bekam der Auftrag eine Seriennummer der zur Produktionsplanung dient und kontrollierten das Warenwirtschaftssystem sowie die Restteilverwertung, damit Abschnitte welche beim Zuschnitt der Profilstangen entstehen, wieder verwendet werden und so nur ein kleines Lager an Reststücken notwendig ist.

Der zweite Tag begann mit einer Führung durch die Fensterfertigung sowie den Logistikbereich und die Rollladenfertigung. Benjamin Braun zeigte mir die Abläufe vom Wareneingang bis zum fertigen Fenster und Rollladen, welche zum Verladen in der Logistikhalle bereit stehen. Sehr interessant war die Führung durch die Rollladenkastenfertigung. In dieser werden Rollladen- sowie Raffstoremauerkästen mit selbst entwickelten Herstellverfahren ohne Verschnitt produziert.

Im Anschluss daran bekam ich einen Einblick in die Montageplanung bei Fenstern und Rollläden. Diese ist nach Fenster- und Rollladenbau getrennt, der eine Kollege plant die Touren für die Rollladenmontage und der andere für Fenster. Nach der Planung werden die Auftragsmappen für die jeweiligen Montageteams zusammengestellt. Jedes Fahrzeug hat eine Auftragsmappe in einer individuellen Farbe, in diese Mappe werden die Aufträge eingeheftet, welche an dem jeweiligen Tag erledigt werden.

Am Mittwoch begleitete ich einen Verkäufer. Hierbei besuchten wir Kunden in der näheren Umgebung. Bei den Kunden nahmen wir die Maße von Fenstern, Haustüren, Fliegengittern und Rollläden. Im Anschluss wurde der Preis mithilfe eines Tablets und der Preisliste der Firma Braun kalkuliert. Dem Kunden konnte man so sehr schnell ein Angebot unterbreiten, welches dann auch zum Abschluss kam.

Mit Susanne Braun und einer Kollegin aus dem Büro besuchten wir am Mittwochabend einen Tschechischkurs in Cham. Die Firma Braun engagiert sich sehr stark in Tschechien und kann so den Kunden erfolgreich ohne Sprachbarrieren beraten und betreuen.

Der Donnerstag begann mit der Planung von Raffstoren, diese hat ein Techniker am Vortag gemessen. Dabei wurden die Fertigmaße sowie etliche technische Details geklärt und festgelegt danach übernahmen wir die Fertigmaße in die Bestellformulare und schickten diese an den Hersteller. Im Anschluss fuhren wir zu einigen Kunden um die Feinmaße von Rollläden, Vorbauelementen und Fliegengittern aufzunehmen.

Am Nachmittag fuhr ich mit Georg Braun nach Tschechien, dort besuchten wir das Büro in Postrekov sowie Kunden, welche sich für Fenster und Rollläden der Firma Braun aus Weiding entschieden haben.

Am letzten Tag, fuhr ich mit einem Techniker zu einem Neubau, bei dem die Fenster montiert wurden. Wir besprachen dann mit dem Kunden die Ausführung der beiden Aluminiumhaustüren und nahmen dann noch das Feinmaß für die Haustüren. Danach zeigte mir eine Kollegin die Abläufe nach dem Aufmaß, wie Auftragsbestätigungen schreiben, Bestellungen machen sowie Rechnungen prüfen. Zum Abschluss des Praktikums wurden in einem Abschlussgespräch mit der gesamten Familie Braun die Erlebnisse, die während der Woche gesammelt wurden, gemeinsamen besprochen.

Mein Fazit

Die interessanten Eindrücke und Erfahrungen, welche ich während des Praktikums sammelte, möchte ich nicht missen. Jedem dem sich die Möglichkeit bietet, ein solches Praktikum in einem ähnlich strukturierten Betrieb  zu absolvieren, empfehle ich dieses Angebot anzunehmen. Mein Dank gilt der gesamten Familie Braun für den tiefen Einblick in Ihr Unternehmen. Gemeinsam können wir voneinander lernen und gemeinsam besser werden. Benjamin Braun hat im Februar bei uns in der Ernst Müller GmbH in Windsbach auch schon ein solches Praktikum absolviert. Der Familie Braun wünsche ich für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.